Das Programm vermittelt Praxiswissen zu Themen der internationalen kulturellen Stadtentwicklung und unterstützt Kommunen dabei, das vorhandene Potential bestmöglich zu nutzen. „Rüsselsheim befindet sich in einem Umbruch. Mit dem Cities Ahead Programm haben wir den Auftakt für einen kulturellen Transformationsprozess gelegt, der nun weitere Kreise ziehen soll“, erläutert Petra Neumüller, Leitung der Stabstelle Kultur und Vielfalt der Stadt. Die zwei Fachtage Anfang März seien von interessanten Impulsen und gutem Netzwerken geprägt gewesen.
Die Stadt hatte im Vorfeld der Veranstaltung die drei Themenschwerpunkte „Die Stadt als kreatives Ökosystem“, „Nachhaltigkeit in der kulturellen Stadtentwicklung“ und „Kulturelle Teilhabe im Kontext der Stadtentwicklung“ ausgewählt. Im Rahmen des ersten Themenblockes beleuchtete der international renommierte Städteforscher Charles Landry Fragestellungen wie „Was ist unsere Identität?“ oder „Wie finden wir die richtige Ansprache für unterschiedliche Zielgruppen?“. Marcus Wörl referierte anschließend über Praxisbeispiele aus der Kulturlandschaft, bei denen der Nachhaltigkeitsfaktor auf verschiedenen Ebenen gesteigert werden konnte. Im Rahmen des Workshops von Dr. Davide Brocchi diskutierten die Teilnehmenden am zweiten Veranstaltungstag darüber, was Partizipation bedeutet und wie sich freie Räume schaffen lassen, in denen Bürgerengagement stattfinden kann.
„Ohne Cities Ahead hätte es diese Konstellation der Teilnehmenden wahrscheinlich nicht gegeben. Jetzt gilt es mit dem gewonnen Netzwerk an den Methoden und Begriffen weiterzuarbeiten“, resümiert Dr. Jonathan Roth, Kulturmanager der Stadtverwaltung, nach der Academy. Ein Anschlusstreffen, um erste konkrete Ansatzpunkte für Rüsselsheim zu entwickeln, hat die Stadt für Ende April angesetzt. Seit der Veranstaltung gehört die Stadt Rüsselsheim am Main außerdem zum Netzwerk der Cities Ahead-Städte und hat bereits an einem digitalen internationelen Netzwerktreffen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Malaga, Oldenburg, Logroño, Hamm, Göttingen, Bielsko-Biała und Augsburg teilgenommen.
„Das könnte der Anfang von etwas ganz Großem werden. Ich bin schon sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse. Gemeinsam möchten wir die Kultur in Rüsselsheim weiterentwickeln“, erklärt Oberbürgermeister und Kulturdezernent Patrick Burghardt. Auch für Stadtrat Simon Valerius, der den Bereich Stadtplanung verantwortet, bietet Cities Ahead spannende Ansatzpunkte: „Kultur kann die Identität einer Stadt stärken sowie ihre soziale und wirtschaftliche Dynamik fördern. Im Kontext der Stadtentwicklung nimmt auch sie eine wichtige Rolle ein.“