Der Innovation Hub Rhein Main ist eine Marke des von den Kommunen Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach getragenen Zweckverbands Städtenetzwerk Asien und versteht sich als Vermittler zwischen den Wirtschaftsräumen Asiens und des Rhein-Main-Gebiets sowie als Dienstleister für hier ansiedlungswillige Firmen aus Asien.
Ausweitung auf ganz Asien mit Schwerpunkt Indien
Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach betreiben seit vielen Jahren eine breit angelegte interkommunale Kooperation unter dem Label „Drei gewinnt“, zu der auch die Zusammenarbeit im gemeinsamen Zweckverband Städtenetzwerk Asien zählt. Dessen Fokus war anfänglich einzig auf China ausgerichtet, hat sich aber inzwischen auf ganz Asien ausgeweitet, wobei die Aktivitäten aktuell schwerpunktmäßig Indien betreffen. Die Ansiedlung asiatischer Unternehmen wird mittels des gemeinsamen Standortmarketings umgesetzt. Ziel ist es, durch strategische Zusammenarbeit die drei Städte als Wirtschaftsstandort und Lebensraum zukunftssicher aufzustellen. Dabei werden Synergieeffekte genutzt, Ressourcen gebündelt und gemeinsame Potenziale auf wirtschaftlicher, struktureller und politischer Ebene aktiviert und ausgebaut.
Praktische Starthilfe für asiatische Unternehmen
Seit September 2024 ist Stephan Wittekind Geschäftsführer des Innovation Hub RheinMain. Seine Aufgaben gliedern sich in die Bereiche Kontaktaufbau und Netzwerkpflege sowie praktische Starthilfe für asiatische Unternehmen, die im europäischen Markt Fuß fassen wollen. „Der Innovation Hub RheinMain schließt die Lücke, die sich auftut, wenn sich Firmen aus Asien ansiedeln wollen. Wir unterstützen mit Büroräumen, bei Kontoeröffnungen, Visa-Fragen, Firmengründungen und vermitteln Notare und Rechtsanwälte“, erläutert Wittekind. Unter dem Dach des Innovation Hub RheinMain stehen Büroräumlichkeiten, Telefon- und Internetanschluss und natürlich eine Vor-Ort-Beratung und Betreuung durch den Innovation Hub zur Verfügung.
Kontaktaufbau und Netzwerkpflege
Neben der praktischen Hilfe für ansiedlungswillige Firmen aus Asien sind der Kontaktaufbau und die Netzwerkpflege wichtige Services. Der Innovation Hub RheinMain steht im stetigen Austausch mit der Deutschen Außenhandelskammer, GTAI (Germany Trade & Invest), HTAI (Hessen Trade & Invest) sowie der FrankfurtRheinMain GmbH sowie verschiedenen Geschäftsverbänden, die deutsch-internationale Wirtschaftsbeziehungen pflegen, und besucht häufig Veranstaltungen, um neue Kontakte zu knüpfen.
Stärkung des internationalen Austauschs
Einer intensiven Kooperation zwischen den Ländern der asiatisch-pazifischen Region und der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union auf politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Ebene hat sich der Verein Asienbrücke e.V. verschrieben. In den Räumen des Innovation Hub RheinMain gründet er jetzt eine eigene Zweigstelle, die sich auf das Rhein-Main-Gebiet fokussieren soll. Der Innovation Hub RheinMain und die Asienbrücke kooperieren, um potenziellen Nutzern und Partnern gegenseitige Empfehlungen auszusprechen sowie Informationen und Fachwissen auszutauschen. Angelehnt an die „Asia-Pacific Conference of German Business“ will der Innovation Hub RheinMain jetzt jährlich einen „German-Asia Business Opportunity Day“ vor Ort ausrichten, um den internationalen Austausch zu verstetigen. Für das Jahr 2026 ist Südkorea als Gastland vorgesehen.
Kontakte mit Indien fördern
Information und Vernetzung war auch das Ziel einer Indienreise, die der Zweckverband im vergangenen Oktober zusammen mit den Verwaltungschefs seiner drei Städte unternommen hatte. In den Bundesstaaten Haryana und Punjab konnten zahlreiche Kontakte geknüpft werden. In diesem Jahr sollen zudem indische Firmen für mehrere Tage ins Rhein-Main-Gebiet eingeladen werden, um sich besser kennenzulernen, den möglichen Investoren die Region vorzustellen und vor Ort ansässige Firmen zu besuchen. „Wirtschaftlich mit Asien, insbesondere mit Indien, zu kooperieren, begreifen wir als große Chance. Indien ist aktuell der größte Wachstumsmarkt der Welt und ein Land, das sich enorm entwickeln wird“, sind sich Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt sowie die Bürgermeister Manfred Ockel (Kelsterbach) und David Rendel (Raunheim) sicher. Deutschland wiederum stelle für Indien einen Zukunftsmarkt dar, den man gerne für sich erschließen würde. „Der Welle zuvorkommen und einen möglichst großen Teil der sich anbahnenden deutsch-indischen Wirtschaftsbeziehungen in Kelsterbach, Raunheim und Rüsselsheim am Main verorten“, formulieren die Rathaus-Chefs der drei Städte ihr gemeinsames Ziel. Die Arbeit des Innovation Hub Rhein Main soll dafür die Grundlage liefern.
Zu den sichtbaren Erfolgen der Bemühungen des Innovation Hub RheinMain zählt bereits die Ansiedlung der indischen Firma GrünVerpackung GmbH (Packart in Indien), die sich auf nachhaltige Verpackungen spezialisiert hat. Im Rahmen der Eröffnungsfeier des Innovation Hub RheinMain unterzeichnen die Eigentümer von Packart den Vertrag über die Anmietung der Geschäftsräume und den GmbH-Vertrag mit Bankkonto.